1. Geltungsbereich & Anbieter
Diese AGB gelten für die Nutzung der von Henry Manke (An der Eveke 3, 58511 Lüdenscheid) bereitgestellten Software-as-a-Service-Anwendung „Lavesy" (nachfolgend „Dienst"). Vollständige Anbieterangaben enthält das Impressum.
2. Leistungsbeschreibung
Lavesy ist eine cloudbasierte Lagerverwaltung (Bestandsführung, Wareneingang/-ausgang, Inventur, Belegprüfung u. a.). Der jeweils verfügbare Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif. Der Dienst wird als laufend gepflegte Online-Anwendung bereitgestellt; ein Anspruch auf einen bestimmten unveränderten Funktionsstand besteht nicht.
3. Nutzungsrechte an der Software
Für die Dauer des Vertrags räumt der Anbieter dem Kunden ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Recht ein, den Dienst im vertraglich vereinbarten Umfang über das Internet zu nutzen. Sämtliche Rechte an der Software, ihren Bestandteilen, Marken und Inhalten – mit Ausnahme der vom Kunden eingestellten Daten – verbleiben beim Anbieter bzw. seinen Lizenzgebern. Eine Bearbeitung, Dekompilierung oder Vervielfältigung der Software über die gesetzlich zwingend erlaubten Fälle hinaus ist nicht gestattet.
4. Tarife & Preise
Der Dienst wird in drei Tarifen angeboten:
- Privat – kostenfrei (0 €/Monat).
- Business – 99 €/Monat.
- Entrepreneur – 249 €/Monat.
Alle Preise verstehen sich zzgl. der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer. Kostenpflichtige Tarife können mit einer kostenlosen Testphase (i. d. R. 14 Tage) beginnen, in der keine Abbuchung erfolgt. Maßgeblich sind die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Preisseite angegebenen Preise.
5. Vertragsschluss & Konto
Der Vertrag kommt mit der Registrierung bzw. der Auswahl eines kostenpflichtigen Tarifs zustande. Für die Nutzung ist ein Konto mit bestätigter E-Mail-Adresse erforderlich; die Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Wesentliche Merkmale, Preis, Laufzeit und das Widerrufsrecht werden vor Vertragsschluss angezeigt (Art. 246a EGBGB).
6. Zahlung & Preisanpassung
Kostenpflichtige Tarife werden im Voraus über den Zahlungsdienstleister (Stripe) abgerechnet. Der Abrechnungszeitraum beträgt einen Monat, sofern nicht anders angegeben.
Der Anbieter ist berechtigt, die Preise für laufende Abonnements mit einer Ankündigungsfrist von mindestens sechs Wochen zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums anzupassen, insbesondere zum Ausgleich gestiegener Kosten (z. B. für Betrieb, Infrastruktur oder eingesetzte Drittdienste). Die Ankündigung erfolgt in Textform (z. B. per E-Mail) an die im Konto hinterlegte Adresse. Ist der Kunde mit der Preisanpassung nicht einverstanden, kann er den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Anpassung ordentlich kündigen; kündigt er nicht, gilt die Anpassung als angenommen. Auf die Kündigungsmöglichkeit und die Bedeutung seines Schweigens wird der Kunde in der Ankündigung gesondert hingewiesen.
7. Laufzeit & Kündigung
Abonnements laufen bis zur Kündigung und können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums gekündigt werden – mit einem Klick über die Kündigungsseite bzw. im Kundenkonto (§ 312k BGB). Nach Wirksamwerden der Kündigung wird das Konto auf den kostenlosen Tarif „Privat" umgestellt.
8. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Einzelheiten und das Muster-Widerrufsformular enthält die Widerrufsbelehrung. Der Widerruf kann auch direkt im Kundenkonto ausgeübt werden; ein innerhalb der Frist abgebuchter Betrag wird erstattet.
9. Pflichten des Kunden & zulässige Nutzung
(1) Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Für Handlungen der von ihm angelegten Nutzer ist der Kunde verantwortlich.
(2) Der Kunde ist für die von ihm in den Dienst eingestellten Inhalte und Daten (z. B. hochgeladene Belege, Stamm- und Bestandsdaten) selbst verantwortlich und sichert zu, dass er zu deren Verarbeitung berechtigt ist und dadurch keine Rechte Dritter oder gesetzlichen Vorschriften verletzt werden. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, eingestellte Inhalte auf Rechtsverstöße zu überprüfen.
(3) Der Kunde unterlässt jede missbräuchliche Nutzung, insbesondere das Einstellen rechtswidriger Inhalte, Eingriffe in die Sicherheit oder Integrität des Dienstes, das Überlasten der Infrastruktur sowie den Versuch, die Software unbefugt zurückzuentwickeln oder auf fremde Daten zuzugreifen.
(4) Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Androhung – bei Gefahr im Verzug auch ohne – vorübergehend sperren. Weitergehende gesetzliche Rechte bleiben unberührt.
10. Verfügbarkeit, Gewährleistung & Aktualisierungen
(1) Der Anbieter strebt eine hohe, jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit an. Wartungsarbeiten und Störungen aufgrund höherer Gewalt können die Verfügbarkeit vorübergehend einschränken; planbare Wartung wird nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten gelegt.
(2) Der Anbieter stellt den Dienst während der Vertragslaufzeit in einer zur vertragsgemäßen Nutzung geeigneten Fassung bereit und aktualisiert ihn, soweit dies zur Aufrechterhaltung der Vertragsmäßigkeit erforderlich ist (für Verbraucher gilt insbesondere die Aktualisierungspflicht nach § 327f BGB). Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte; der Kunde teilt Mängel unverzüglich mit, damit eine Nacherfüllung erfolgen kann.
11. Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf; die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nach den vorstehenden Grundsätzen nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre (siehe Ziffer 12).
(5) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
12. Daten, Datensicherung, Datenschutz & Auftragsverarbeitung
(1) Kunden können ihre Daten jederzeit exportieren. Das Konto samt aller Daten kann im Kundenkonto dauerhaft gelöscht werden (Datenlöschung nach Art. 17 DSGVO) – dies ist von der Kündigung und vom Widerruf zu unterscheiden.
(2) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich.
(3) Einzelheiten zur Verarbeitung personenbezogener Daten regelt die Datenschutzerklärung. Eine Übersicht der eingesetzten Auftragsverarbeiter enthält die Seite Auftragsverarbeiter.
(4) Soweit der Anbieter im Rahmen des Dienstes personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (insbesondere die vom Kunden eingestellten Inhalte), erfolgt dies auf Grundlage eines Vertrags zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, der Bestandteil dieses Vertrags ist; ein entsprechender Auftragsverarbeitungsvertrag wird dem Kunden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.
13. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies zur Anpassung an geänderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen oder zur Erweiterung des Leistungsangebots erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf die Widerspruchsmöglichkeit, die Frist und die Bedeutung seines Schweigens wird der Kunde in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Partei den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.
14. Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts; gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz zwingender Verbraucherschutzvorschriften des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
(2) Vertragssprache ist Deutsch.
(3) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters.
(4) Der Kunde kann Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters auf Dritte übertragen.
(5) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.